Koi-Teich

Das Interesse an diesen faszinierenden Tieren ist seit Jahren ungebrochen. Leider mussten wir immer wieder feststellen, dass vielen Kunden nicht klar ist, dass dieser Fisch nicht einfach so „nebenbei“ in einem Gartenteich gepflegt werden kann. Drei Gründe sprechen dagegen:

  1. Koi sind gesellige Fische
    Ein kleiner Trupp von mindestens fünf Tieren (einer Größenklasse) ist absolutes Minimum.
  2. Koi können alt und groß werden
    Die Lebenserwartung von einigen Jahrzehnten ist nicht ungewöhnlich und die Tiere wachsen schnell. In zwei bis drei Jahren kann aus einem Jungfisch ein 40 cm Koi werden.
  3. Koi sind „Schweine“
    „Wasserschweine“ werden Koi auch liebevoll genannt. Das rührt daher, weil sie auf der Suche nach Nahrung ein Gewässer regelmäßig durchwühlen.

Standort

Koi nehmen gerne Sonnenbäder, ziehen sich bei intensiver Besonnung auch in schattige Bereiche zurück. An vollsonnigen Standorten können ein überstehender Steg, schwimmende Pflanzeninseln oder die Blätter einer Seerose den nötigen Sonnenschutz liefern.

 

Größe & Tiefe

Die Untergrenze für einen Koi-Teich liegt bei 25.000 l Inhalt. Dabei sind für einen ausgewachsenen Koi 5.000 l. Wasser eingeplant. Hier gilt aber: Je mehr desto besser!

Auch bezüglich der Wassertiefe werden erhöhte Ansprüche an einen Koi-Teich gestellt. Ein ausgedehnter Bereich, in den sich alle Fische im Winter bequem zurückziehen können, sollte schon 2 m tief sein.

Gerade an solchen Teichen ist es wichtig, die umlaufenden flachen Uferzonen nicht einzusparen! Sie dienen nicht nur der Sicherheit, sondern Koi nutzen diese flachen, sich schneller erwärmende Bereiche, um dort abzulaichen.

Teichpflanzen

Koi machen es Pflanzen im Teich nicht leicht. Sie wühlen ständig den Boden um, reißen an Stängeln und Blättern und weichere Pflanzenteile werden gefressen. Daher ist dauerhafter  Pflanzenwuchs nur in abgetrennten Bereichen vom Koi-Teich möglich.
Lediglich Pflanzen, die den Koi bitter schmecken, wie z.B. die Gelbe Seerose, oder sehr hart und robust sind, wie Rohrkolben und Krebsschere können sich in Koi-Teichen halten.

Filterung

Große technische Filteranlagen sind bei der Pflege von Koi unerlässlich! Um möglichst lange Standzeiten zu erreichen, machen Vorfilter Sinn. Ebenso UV-Klärer, die Schwebealgen und Krankheitskeime abtöten.

Es gibt verschiedene Teichfilter - Systeme, die im Produktbereich genauer vorgestellt werden.

Pflege

Vergleicht man den Pflegeaufwand verschiedener Teichtypen miteinander, stehen Koi-Teiche klar an erster Stelle. Da die Fische in der Saison mehrfach täglich gefüttert werden, verunreinigen sie das Wasser entsprechend stark. Die Leistungsfähigkeit der Filteranlage kann nur erhalten werden, wenn sie regelmäßig gereinigt wird. Es gibt hier sehr komfortable Systeme, die rückgespült werden können. Das Schmutzwasser fließt dann direkt in die Kanalisation ab. Eine vorausschauende Planung kann gerade bei einer technischen Filteranlage später viel Arbeit und Zeit sparen.

Eine kleinere Anlage mit wenigen Koi erfordert durchschnittlich schon zwei bis drei Stunden Pflege in der Woche.

Kosten

Sie ahnen es vermutlich schon: Ein Koi-Teich, der seinen Namen auch verdient und an dem Sie und Ihre Fische lange Freude haben werden, hat seinen Preis. 6.500,- € für Material und Technik sind die Untergrenze – je nach Ausstattung können Sie auch deutlich mehr anlegen.
Die laufenden Kosten für einen Teich mit Koi sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Die leistungsstarken Geräte haben hohe Wattzahlen, hinzukommen Ersatzfiltermedien, -birnen und natürlich Ausgaben für das Koifutter.

Die Kosten für die Fische selbst sind zu vernachlässigen. Es sei denn, Sie wollen in bestimmte Farbvarianten „investieren“, da kann es sehr teuer werden. Kleine Koi, die nicht diesen Standards entsprechen, sind schon für einige Euro zu haben und sind genauso charmant und liebenswert wie ihre hochpreisigen Brüder und Schwestern.

Koi und andere Fische

Wenn ausreichend Platz vorhanden ist, lassen sich Koi problemlos mit Goldfischen vergesellschaften. Nur deutlich kleiner sollten diese nicht sein, sonst können sie aus Versehen schon mal verschluckt werden.

Störe und Koi ist ebenfalls eine beliebte Kombination. Die ist jedoch nicht unproblematisch, da die große Gefahr besteht, dass die Koi den eher trägen und langsamen Stören das Futter wegfressen. Mit der richtigen „Futtertaktik“ bekommen auch die Störe ihren Anteil.

Besonderheiten

Ursprünglich stammen Koi aus wärmeren Regionen. Daher fühlen sie sich bei Temperaturen um 25°C am wohlsten und der Stoffwechsel und die Immunabwehr laufen optimal.

Kleine Solaranlagen bieten in der kühlen Jahreszeit die Möglichkeit, auf umweltfreundliche Art und Weise das Teichwasser zu erwärmen. Ein anderes effektives System sind Luftwärmetauscher.