Problematische Fische

Es sind sehr unterschiedliche Gründe, warum die nachfolgenden Fischarten nicht oder nur eingeschränkt für einen Gartenteich geeignet sind:

 

Dreistacheliger Stichling

Gasterosteus aculeatus

Diese kleine heimische Art hier zu finden, mag auf den ersten Blick überraschen. Einige wenige Tiere in einem Teich sind kein Problem, aber dabei bleibt es nicht, denn Stichlinge können sich massenhaft vermehren. Mehrere Gelege in einem Jahr sind die Regel und das Männchen verteidigt das Revier um sein Nest extrem aggressiv, auch gegen größere Fische.

Hinzu kommt, dass Stichlinge sehr räuberisch leben. Kaulquappen und andere Kleintiere haben bei einer größeren Stichlingspopulation keine Chance.

Dieser aggressive, zickige und extrem räuberische Zwerg ist dauerhaft keine Bereicherung für einen Gartenteich!

 

 

Flussbarsch

Perca fluviatilis

Der Flussbarsch ist ein schneller aggressiver Raubfisch. Er kann Tiere fressen, die halb so lang sind wie er selbst. Stimmt das Nahrungsangebot, können Flussbarsche schnell wachsen und bis zu 40 cm Länge erreichen.

 

 

Graskarpfen

Ctenopharyngodon idelle

Wenn Sie einen richtig großen Teich haben und sich trübes Wasser und überhaupt keinen Pflanzenwuchs wünschen, dann kaufen Sie doch einige Graskarpfen. Als reine Pflanzenfresser werden Ihnen die Tiere im Laufe der Zeit alle nur ansatzweise fressbaren Pflanzen vertilgen.
„Algenfresser“ sind diese Fische auch – häufig DAS Verkaufsargument – aber an die (Faden)Algen gehen die Tiere erst, wenn nichts anderes mehr da ist. Graskarpfen stammen aus Asien. In großen Teich können sie bis zu 100 cm lang werden. Sie sind winterhart aber für die Fortpflanzung ist es ihnen in unseren Breiten (noch) nicht warm genug – zum Glück.

 

 

Blaubandbärbling

Pseudorasbora parva

Dieser Karpfenfisch wurde unbeabsichtigt aus Asien eingeschleppt und besiedelt schon viele Gewässer in Europa. Dieser friedliche Fisch vermehrt sich – auch in Gartenteichen - extrem stark. In langen und warmen Sommern können mehrer Generationen heranwachsen. In einem Jahr erreichen sie ihre Endgröße von ca. 7 cm.
Wegen dieser Massenvermehrung stellt der Blaubandbärbling eine problematische Nahrungskonkurrenz für heimische Fische dar. Er darf, genau wie andere Exoten, auf keinen Fall in heimische Gewässer ausgesetzt werden!

 

 

Störe

Die Familie der Störe ist über 200 Millionen Jahre alt. Heute existieren ca. 30 Störarten, von denen die meisten teilweise oder ganz im Meer leben. Der Sterlet kann unter bestimmten Bedingungen in größeren Teichen gepflegt werden. In sehr große, tiefe Teiche mit sauberem sauerstoffreichem Wasser kommt evtl. noch der Sternhausen (Acipenser stellatus) in Frage. Er erreicht eine Länge von 1,5 m! Die übrigen Arten sind für Gartenteiche absolut ungeeignet, sie werden zwischen 2 und 4 m lang.