Koi & Sterlet

Hier kommen wir nun zu zwei Fischen, die sich nicht ohne weiteres in einem „normalen“ Gartenteich pflegen lassen:

Koi Cyprinus carpio

Ausführliche Angaben finden Sie unter Koi-Teiche.

Größe:
Bis über 80 cm

Haltung:
In einem Trupp von mindestens fünf Tieren. Eine artgerechte Haltung ist erst in Teichen ab ca. 20.000 l. und einer Tiefe von mindestens 1,5 m möglich. Koi verschmutzen das Wasser stark, daher ist eine leistungsfähige Filteranlage unumgänglich. Ursprünglich stammen diese Karpfen aus Asien und bevorzugen warmes Wasser. 24 °C ist für Koi optimal.

Verhalten:
Ein friedlicher Fisch, der sehr stark wühlt und sehr gerne Pflanzen frisst. Kleine Wassertiere verschmäht er allerdings auch nicht. In unserem Versand-Shop finden Sie ein umfangreiches Angebot an hochwertigem Koifutter.

Besonderheiten:
Koi können sehr alt werden. Für spezielle Farbvarianten zahlen Liebhaber sehr sehr viel Geld.

Sterlet Acipenser ruthenus

Größe:
60 bis 80 cm

Haltung:
Friedliche Fische aber nur für große Teiche mit mindestens 1,5 m Wassertiefe. Eine effektive Filteranlage ist unumgänglich, da Störe sauberes und sauerstoffreiches Wasser benötigen. Deutliche Strömung im Teich wird von dem Sterlet geschätzt. Vermeiden Sie scharfkantigen Bodengrund, damit die Tiere sich nicht verletzen. Zwar sind Sterlets sehr bodenorientiert, durchwühlen den Boden aber nicht. Große Steine, Wurzeln und Pflanzungen im Bodenbereich schränken die Bewegungsfreiheit der Tiere unnötig ein. Schräge Teichwände werden von Stören auch abgeschwommen. So kommen die Tiere bis zur Wasseroberfläche.
Störe fressen alles Kleingetier am Boden. Sie haben einen großen Nahrungsbedarf – in Gartenteichen ist es fast immer notwendig, mit (Stör)futter zuzufüttern (s.u.).

Verhalten:
Es sind oft sehr bewegungsfreudige Tiere, die allerdings nicht rückwärts schwimmen können. Daher ist es wichtig, dass keine langen Fadenalgen im Teich sind. Die Sterlets könnten sich in den langen Fäden verfangen und nicht wieder freikommen.

Besonderheiten:
Es ist Mode geworden, Störe zusammen mit Koi zu halten. Wenn ausreichend Platz vorhanden ist und die Wasserqualität stimmt ist das möglich.. Problematisch wird es bei der Fütterung. Die gierigen Koi lassen so schnell kein Futter auf den Teichgrund herabsinken, wo es die Störe dann fressen könnten. „Die häufigste Todesursache für Störe in Gartenteichen dürfte Verhungern sein“ sagte mir einmal ein Experte.

Damit Ihre Störe nicht zu kurz kommen, hier folgender Tipp:

  • Füttern Sie die Störe in den Abendstunden, dann sind sie am aktivsten.
  • Lenken Sie die übrige Fischmeute vom Störfutter mit einer reichlichen Portion Schwimmfutter (Sticks) ab – möglichst weit vom Störfutterplatz entfernt in einem Futtering
  • Nun kann den Stören das (Sink)Futter gegeben werden. Damit es zielgenau und unbemerkt am Boden ankommt, können Sie es durch ein Plastikrohr absinken lassen.

Ältere Störe können handzahm werden, was beim Füttern sehr hilfreich sein kann. Sterlets erreichen ein Lebensalter von bis zu 20 Jahren.