Gartenteich-Fische

Folgende Arten sind für kleine und mittelgroße Fischteiche gut geeignet. Dicht bepflanzte Bereiche sind ebenso wichtig wie freier Schwimmraum und natürlich ausreichende Wassertiefe für eine sichere Überwinterung.

 

Moderlischen  Leucaspius delineatus

Größe:
Ca. 9 cm

Haltung:
Ausgesprochener Schwarmfisch, daher mindestens 10 Exemplare zusammen pflegen. Frisst kleinere Wasserlebewesen und Flockenfutter. Heimische Art, die auch höhere Wassertemperaturen gut vertragen kann.

Verhalten:
Absolut friedlich und etwas scheu. Hält sich gerne in der Nähe der Wasseroberfläche auf. Laicht im späten Frühjahr, wobei das Männchen Brutpflege betreibt.

Besonderheiten:
Kann sich sehr stark vermehren.

 

 

Elritze  Phoxinus phoxinus

Größe:
Um die 10 cm

Haltung:
Diese heimische Art benötigt sauberes und sauerstoffreiches (!) Wasser, daher ist es wichtig, das Teichwasser zu filtern. Bevorzug eher kühlere Wassertemperaturen. Schwarmfisch, ca. 15 Tiere zusammen halten. Elritzen fressen viel pflanzliche Nahrung aber auch kleinere Wassertiere und Trockenfutter.

Verhalten:
Sehr lebhafter Fisch, der gerne oberflächennah schwimmt.

Besonderheiten:
Elritzen können zutraulich werden und lernen schnell wann und wo es Futter gibt.

 

 

 

Bitterling  Rhodeus sericeus amarus

Größe:
Bis zu 7 cm

Haltung:
In einem kleinen Trupp von ca. fünf Tieren.

Verhalten:
Friedliche heimische Fischart. Pflanzenkost und kleine Wassertiere stehen auf seinem Speiseplan, sowie Flockenfutter.

Besonderheiten:
Bitterlinge vermehren sich mit Hilfe von Mahlermuscheln (und Teichmuscheln?). Die Eier werden in den Innenraum der lebenden Muschel gelegt und dort befruchtet. Die Larven schlüpfen nach ein paar Tagen. Jungfische werden nach ca. vier Wochen mit dem Atemwasser der Muschel herausbefördert.

 

 


Goldfisch  Carassius auratus auratus

Größe:
Bis zu 30 cm

Haltung:
In kleiner Gruppe mit mindestens vier Tieren. Vor allem tierische Nahrung. Es gibt extra Futtersorten für Goldfische.

Verhalten:
Friedlicher Fisch, der häufig am Boden wühlt und ziemlich gefräßig ist.. Darum ist vielfach eine Filteranlage notwendig.

Besonderheiten:
Er kann sich reichlich vermehren, wobei der Nachwuchs zumindest im ersten Jahr schwarz ist. Häufig werden auch Zuchtformen vom Goldfisch angeboten. Abgesehen von Farbvarianten sind diese nicht winterhart und können nur den Sommer über im Gartenteich bleiben.

 

 

Schleie  Tinca tinca

Größe:
Ca. 30 cm, seltener bis 50 cm

Haltung:
Einheimische Fischart, die einzeln oder in einer kleinen Gruppe gepflegt werden kann. An die Wasserqualität stellen sie keine besonderen Ansprüche. Schleien sind Allesfresser und gehört zu den wenigen Fischarten, die auch (kleine) Schnecken vertilgen. 

Verhalten:
Ein friedlicher Fisch, der sich vor allem am Teichboden aufhält und dort ausgiebig gründelt. Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv und tagsüber kaum zu sehen.

Besonderheiten:
Es gibt eine goldfisch-ähnliche Zuchtvariante der Schlei – die Goldschleie, die sieht man dann schon mal eher im Teich. Relativ neu ist die dreifarbige-Schleie (rot, schwarz und weiß), die an Koi erinnert.

Die Schleie ist übrigens ein geschätzter Speisefisch, der schmackhafter sein soll als der Karpfen.

 

 


Orfe  Leuciscus idus

Größe:
Um die 40 cm

Haltung:
Die Orfe ist ein Schwarmfisch und sechs Exemplare sind Minimum für den Besatz. Sie frisst vor allem kleine Wassertiere.

Verhalten:
Friedlicher einheimischer Fisch, der viel Schwimmraum benötigt, da es sehr lebhaft ist. Hält sich bevorzugt in den mittleren Wasserschichten auf. 

Besonderheiten:
Drei sehr schöne Farbvarienten der Orfe sollten nicht unerwähnt bleiben: die Goldorfe, die Silberorfe und die Blaue Orfe. Werden verschiedene Farbvarianten gemeinsam in einem Teich gepflegt, vermischen sich die Farben bei der Fortpflanzung.

 

 

Gemeiner Sonnenbarsch  Lepomis gibbosus

Größe:
Bis ca. 15 cm

Haltung:
Im Gartenteich am besten nur ein Tier! Denn wenn sich ein Pärchen findet, kann reichlich Nachwuchs kommen. Eine Überpopulation in einem Gartenteich lässt keinerlei Insekten-, Amphibien- und Fischnachwuchs mehr hochkommen.

Verhalten:
Sonnenbarsche sind räuberische Fische, die auch Jungfische fressen. Größere Fische können von ihnen nicht bewältigt werden und bleiben unbehelligt. Ein Sonnenbarsch ist aus diesem Grund ein idealer Räuber, um den Nachwuchs anderer Arten zu dezimieren.

Besonderheiten:
Sonnenbarsche stammen ursprünglich aus Nordamerika, sind aber in einigen Teilen Europas eingebürgert.